...haben wir unsere "Tripline" noch einmal abschliessend aktualisiert und auch mit einer kleinen Auswahl unserer insgesamt über 2000 Fotos versehen. Also lehnt Euch zurück und erlebt unsere 53 Tage-Tour noch einmal im Schnelldurchlauf mit.
Ausserdem gibts auch noch mal separat das Video unseres Canyoning-Abenteuers zu sehen, da der ursprüngliche Link nicht bei allen von Euch funktionierte. "Unterwegs" waren wir mit 4 weiteren Wagemütigen. Gleich am Anfang standen wir vor einer 22 Meter tiefen Herausforderung. Es galt sich in eine kleine Schlucht mitsamt Wasserfall abzuseilen bevor es dann hinein in die "natürlichen Wasserrutschen" ging. Ausgestattet mit recht warm und trocken haltenden Neoprenanzügen hatten wir zusammen mit 2 weiteren Guides insgesamt 2 Stunden höllischen Spass, an dem wir Euch hiermit noch einmal teilhaben lassen möchten.
Auch wenn die Qualität nicht berauschend ist (Video entstand mit einer kleinen Helmkamera) habt Ihr hoffentlich viel Spass beim zuschauen.
Wer Ina's weitere Reise durch Südamerika verfolgen möchte, kann dies hier tun.
Auf ein baldiges Wiedersehen !
Ina y Carsten
Samstag, 29. Januar 2011
Donnerstag, 27. Januar 2011
Zurück in "Minge"
Hallo Zusammen,
bin pünktlich und wohlbehalten wieder in München angekommen.
Werd mich jetzt erst mal noch etwas "sammeln" und mich dann an die versprochenen Aktualisierungen des Blogs machen.
Also bis dann...
Carsten
bin pünktlich und wohlbehalten wieder in München angekommen.
Werd mich jetzt erst mal noch etwas "sammeln" und mich dann an die versprochenen Aktualisierungen des Blogs machen.
Also bis dann...
Carsten
Montag, 24. Januar 2011
You never know...
Am Ende der Welt ist nicht das Ende der Welt, denn sonst säßen wir nicht im Flugzeug auf dem Weg nach Santiago. Eine Logik, dessen tiefere Bedeutung sich einem wohl nur erschliesst, wenn man nach 8 Tagen Diarrhoe und schwefelfarbenen Tabletten chilenischer Machart im Flugzeug sitzend zum ersten Mal wieder zur Bierdose greift. Von hier Oben Vulkane zählen ist auf Dauer auch ermüdend, also Rechner raus und Blog geschrieben. Könnte auch der Letzte vor der Abreise sein. Genau richtig gehört: Abreise. Am Mittwoch geht es für Carsten wieder Richtung München, während Ina einen Tag darauf nach Quito fliegt. Zuvor geniessen wir gemeinsam noch einmal 2 volle Tage Sonne und wärmen uns so richtig auf, auch wenn wir letztenendes auch in Patagonien Glück mit dem Wetter hatten.
An dieser Stelle wird es aber auch mal Zeit, uns bei Euch zu bedanken, die Ihr so fleissig unseren Blog gelesen, oder sich einfach nur die Bilder angeschaut haben. Mit solch einem Zuspruch hätten wir nicht gerechnet. Wir und sind immer wieder erstaunt, wie sich die Besucherzahlen im Laufe der Zeit entwickelt haben. Aber auch wenn wir in wenigen Tagen nicht mehr in Chile sein werden, so wird sich ein Blog-Besuch dennoch lohnen, denn zum Einen sind wir Euch noch das Canyoning Video aus Pucon schuldig, was momentan noch nicht funktioniert. Zum Anderen haben wir vor, unsere Tripline noch mit Bildern zu bestücken bzw. noch weitere Bilder online zu stellen. Also bleibt uns auch weiterhin gewogen. Spätestens dann auch wieder auf Ina's Blog.
Bis bald
Ina y Carsten
Dienstag, 18. Januar 2011
Und weiter geht's !!!
Im unteren Teil des Blogs haben wir mal versucht unsere bisherige Tour nachzuzeichnen. Es fehlt noch der Feinschliff, aber für ein bisschen Geografie-unterricht über Chile reicht es allemal. Viel Spass.
Ina y Carsten
Sonntag, 16. Januar 2011
No al alza del gas !!!
Wie schon gesagt, unseren Patagonienaufenthalt hatten wir uns irgendwie anders vorgestellt. Wir sitzen hier nun schon seit 4 Tagen in Punta Arenas fest und können auf Grund von Strassensperren nicht nach Puerto Natales weiterreisen, von wo aus wir eigentlich in den Nationalpark Torres del Paine starten wollten.
Die Verhandlungen zwischen der Regierung Chiles und dem Bürgerkomitee, das zum Generalstreik in der Region Magellanes aufgerufen hatte sind am Freitag ergebnislos unterbrochen worden.
Punta Arenas, wo wir uns aufhalten hat mehr oder weniger 3 "Ausgänge". Einen zum 20 km entfernten Flughafen, einen nach Puerto Natales (ca. 200 km entfernt), der 3. ist die Fähre nach Feuerland. In Puerto Natales ist es ähnlich. Zum einen kann man nach Punta Arenas fahren, mit dem Bus nach Argentinien weiterreisen oder mit der Fähre wieder in den Norden des Landes nach Puerto Montt. Doch alle Wege sind versperrt, es fahren keine Busse und auf eine Fähre kommt man auch nicht. Die chilenische Fluggesellschaft fliegt Punta Arenas weiterhin an. D.h. es kommen noch immer Leute hierher. Damit ist zumindestens auch gewährleistet, dass Flieger wieder von hier weg fliegen können. Einziges Problem dabei: die 20 km bis zum Flughafen...
In Puerto Natales muss die Situation aber noch schlimmer sein. Dort kommen mit den Fähren weiterhin Leute an, andere kommen zurück aus dem Park und wollen eigentlich abreisen, können dies aber nicht. D.h. dort füllt sich die Stadt noch mehr und die Lebensmittel werden knapp. Supermärkte machen wie hier bei uns unregelmässig oder gar nicht erst auf. Mittlerweile hat dort das Rote Kreuz bereits in einer Schule ein Notlager aufgebaut und in Teilen fliegt das Militär die Touristen mit Hubschraubern zum Flughafen, wo die Leute auch schon campen sollen. Das Schlimme ist, dass es über die aktuelle Lage so gut wie keine Informationen bzw. Nachrichten gibt. Nicht um sonst wird der Präsident hier "Berlusconi Chiles" genannt.
Gestern konnten wir unserer "Gefangenschaft" zumindestens für ein paar Stunden entfliehen. Wir hatten quasi "Freigang" und haben diesen in einem angrenzenden Naturschutzgebiet zum Wandern genutzt, um mal auf andere Gedanken zu kommen. Danach hat es Carsten erst einmal "vom Netz" genommen. Er liegt seitdem Krank im Bett.
So gesehen die richtige Zeit dafür, denn die städtischen Attraktivitäten von Punta Arenas verbieten ein unterhalt- same und abwechslungsreiche Tages- und Abendgestaltung und die wichtigen Strassen in der Stadt sind wir schon mehrfach abgelaufen.
Morgen wollen wir erst einmal versuchen nicht die Letzten in der morgendlichen Schlange vor dem Büro der Fluggesellschaft zu sein, um vielleicht unseren für den 23.01. gebuchten Flug vorzuverlegen. Mittlerweile haben wir uns nämlich schon damit abgefunden, Torres del Paine nicht zu sehen. Eigentlich eine Schande, aber was solls, ein Ende des Streikes ist nicht in Sicht.
Trotz all dieser Umstände geht es uns gut und hier ist auch trotz aller Barrikaden und brennenden Autoreifen alles friedlich. Wir fühlen uns auch nicht unsicher, hoffen aber, dass wir bald wieder erfreulicheres berichten können.
In diesem Sinne
Ina y Carsten
Die Verhandlungen zwischen der Regierung Chiles und dem Bürgerkomitee, das zum Generalstreik in der Region Magellanes aufgerufen hatte sind am Freitag ergebnislos unterbrochen worden.
| Auch unser Supermarkt um die Ecke wird bestreikt |
In Puerto Natales muss die Situation aber noch schlimmer sein. Dort kommen mit den Fähren weiterhin Leute an, andere kommen zurück aus dem Park und wollen eigentlich abreisen, können dies aber nicht. D.h. dort füllt sich die Stadt noch mehr und die Lebensmittel werden knapp. Supermärkte machen wie hier bei uns unregelmässig oder gar nicht erst auf. Mittlerweile hat dort das Rote Kreuz bereits in einer Schule ein Notlager aufgebaut und in Teilen fliegt das Militär die Touristen mit Hubschraubern zum Flughafen, wo die Leute auch schon campen sollen. Das Schlimme ist, dass es über die aktuelle Lage so gut wie keine Informationen bzw. Nachrichten gibt. Nicht um sonst wird der Präsident hier "Berlusconi Chiles" genannt.
| Das Problem bei der Wurzel packen |
So gesehen die richtige Zeit dafür, denn die städtischen Attraktivitäten von Punta Arenas verbieten ein unterhalt- same und abwechslungsreiche Tages- und Abendgestaltung und die wichtigen Strassen in der Stadt sind wir schon mehrfach abgelaufen.
| Den Korb sollte man treffen, sonst wird es nass |
| Am Ende der Welt, nicht das Ende der Welt |
Trotz all dieser Umstände geht es uns gut und hier ist auch trotz aller Barrikaden und brennenden Autoreifen alles friedlich. Wir fühlen uns auch nicht unsicher, hoffen aber, dass wir bald wieder erfreulicheres berichten können.
In diesem Sinne
Ina y Carsten
Freitag, 14. Januar 2011
(Ab)warten in Patagonien
Hallo zusammen,
nun sind auch schon wieder die Tage auf der Insel Chiloé Geschichte. 4 volle Tage sind wir mehr oder weniger ins Inselleben eingetaucht (komisch dass wir in der Zeit keine Engländer getroffen haben – wahrscheinlich sind die alle nur auf dem Festland unterwegs). Wieder mal mussten wir feststellen, dass die Zeit nicht ausreichte, um unseren Aufenthaltsort samt Umland ausgiebig zu erkunden. Denn die Insel, ihreszeichens die 2. grösste in Südamerika, ist wunderschön und bietet mit Ihren 2 Nationalparks weitläufige und herausfordernde Wanderwege.
Zugegeben etwas Reisemüde, haben wir es aber nur geschafft eine Eintageswanderung am Rande des Nationalparkes Chepu zu absolvieren, dessen Zugang nur mit dem Boot zu erreichen war. Ziel sollte eine kleine entlegene und touristisch noch nicht erschlossene Pinguin-Kolonie sein, in der sich die selten gewordenen Humboldtpinguine tummeln. Um diese zu erreichen, mussten wir auf eine ausreichend fortgeschrittene Ebbe warten, die normalerweise 2 Küstenstreifen frei gibt, die kurz vor dem Ziel überquert werden müssen. Der Erste Streifen war nicht das Problem, der 2. dann aber schon. Nach ca. einstündiger Wartezeit konnten wir diesen immer noch nicht durchqueren, es sei denn wir wären auf ein Bad mit geschultertem Gepäck aus gewesen. Ein 1 minütiger kniehoher Temperaturtest hat uns dann aber davon abgehalten. Wer einmal im eiskalten Humboldtstrom stand oder stehen sollte, wird dies verstehen können. Länger warten wollten wir aber auch nicht, waren wir doch zu einer bestimmten Zeit mit dem Bootsführer verabredet, der uns auch wieder aus dem Nationalpark bringen sollte. Ein letzter wehleidiger Blick hinüber zu der bereits in der Ferne sichtbaren Pinguinkolonie schien dann zumindestens einen der tierischen Frackträger davon zu überzeugen, uns nicht ganz erfolglos wieder abziehen zu lassen. Und so tauchte er für einen Moment an unserem Strand-abschnitt auf, checkte kurz die Lage um dann wieder zu seinen Kumpels zurückzuschwimmen. So kamen wir dann doch noch zu unserem 2. Pinguinerlebnis (was dann jetzt auch reicht, denn Pinguin bleibt Pinguin und ist so selten dann doch nicht – ja wir werden so langsam „wählerisch“...).
2 Tage später ging es dann noch auf die Insel Mechuque mit Besuch eines Wasserfalles bei dem sich Carsten als einziger Gringo mit einem mehr als kälteverzerrten Gesicht auch ins Wasser traute und dabei von den Einheimischen mehr belächelt, als bestaunt wurde. Ob dies am zuvor mit allerlei Muschelfleisch prall gefüllten „Bäuchlein“ lag? Wir wissen es nicht. Aber Egal, einen Eintrag ins eigene Reiselogbuch war es allemal Wert, genau wie auch die 3 der insgesamt 16 inseltypischen und zum Weltkulturerbe gehörenden Holzkirchen, die wir besichtigt haben. Es ist schon faszinierend, was die Chilen so alles aus Holz zusammenzimmern und dann bunt anmalen. Anscheinend steht auch die UNESCO auf solcherlei Handwerkskunst.
Vorgestern früh sind wir dann mit dem Bus weiter nach Puerto Varras gefahren, ein kleines von deutschen Siedlern beeinflusstes Städtchen das malerisch am Lago Llanquihue liegt, an dessen Ende dann der Vulcano Osorno hervorragt. Leider was es nur ein klassischer „Onenightstand“, denn Tags darauf ging es, wenn auch noch etwas „dizzy“ von den Freigetränken in unserem Hostel und vom nächtlichen Clubbing mit ein paar sehr netten Belgiern, weiter zum Flughafen nach Puerto Montt von wo aus wir uns (endlich) auf den Weg nach Patagonien machten.
Der Plan war, den ersten Tag in Puenta Arenas zu verbringen um dann zum Nationalpark Torres del Paine aufzubrechen – die Attraktion hier in Patagonien. Nur leider hat uns Pinera, der chilenische Präsident, bisher einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der hat nämlich mal kurzerhand beschlossen den Gaspreis ausschliesslich in Patagonien um knapp 20% zu erhöhen. Begründung ist, dass die Leute hier zu viel Gas verbrauchen. Jetzt könnte man meinen, was geht uns das als Touristen an? Sehr viel, denn fast alle Bewohner hier befinden sich im Streik. D.h. Es fahren keine Busse, keine Taxis, keine Fähren verlassen mehr die Region, fast alle Geschäfte haben geschlossen und die Strassen werden auch blockiert. Keiner der sich momentan hier in Puenta Arenas oder in den Nationalparks befindet kommt mehr von dort weg. Es bewegt sich fast nichts mehr. Mit einem Auto kommt man maximal bis zur nächsten Strassensperre. Nachdem wir den Flughafen gestern Nachmittag verlassen hatten, konnten wir die Auswirkungen am eigenen Leib oder besser an den eigenen Füssen spüren. Der Flughafen liegt 20 Kilometer ausserhalb der Stadt und kein Taxi, Transferbus weit und breit. Also sind wir erst mal vollbepackt losgelaufen und immer wenn mal ein Auto kam, Daumen raus und hoffen einen „Streikbrecher“ zu finden, der uns ein Stück mitnimmt. Für die 20km haben wir dann in Summe 2 ½ Stunden gebraucht, davon sassen wir vielleicht 20 Minuten in Kofferraum oder auf überfüllten Rücksitzbänken von Autos und Kleinbussen, die uns ab und zu zwischen den Strassenblockaden mitgenommen hatten.
Jetzt sitzen wir erst mal in unserem Hostal fest und warten. Wir haben auch schon gehört, dass im Torres del Paine Nationalpark Touristen protestiert haben sollen. Naja, für Freitag ist eine neue Verhandlungsrunde mit der Regierung angesetzt. Wir sind nicht mit dabei, also warten wir ab, was dabei rauskommt. Wir halten Euch auf dem laufenden.
Gehabt Euch wohl.
Ina y Carsten
nun sind auch schon wieder die Tage auf der Insel Chiloé Geschichte. 4 volle Tage sind wir mehr oder weniger ins Inselleben eingetaucht (komisch dass wir in der Zeit keine Engländer getroffen haben – wahrscheinlich sind die alle nur auf dem Festland unterwegs). Wieder mal mussten wir feststellen, dass die Zeit nicht ausreichte, um unseren Aufenthaltsort samt Umland ausgiebig zu erkunden. Denn die Insel, ihreszeichens die 2. grösste in Südamerika, ist wunderschön und bietet mit Ihren 2 Nationalparks weitläufige und herausfordernde Wanderwege.
| Essen auf Rädern |
| Holzkirche in Tenaun |
| Touristentrack Richtung Puenta Arenas |
| Eine von vielen Strassenblockaden |
Jetzt sitzen wir erst mal in unserem Hostal fest und warten. Wir haben auch schon gehört, dass im Torres del Paine Nationalpark Touristen protestiert haben sollen. Naja, für Freitag ist eine neue Verhandlungsrunde mit der Regierung angesetzt. Wir sind nicht mit dabei, also warten wir ab, was dabei rauskommt. Wir halten Euch auf dem laufenden.
Gehabt Euch wohl.
Ina y Carsten
Donnerstag, 6. Januar 2011
Viel zu tun in Pucon
Jetzt habt Ihr in den letzten Tagen weiter so fleissig unseren Blog besucht, ohne wirklich einen neuen Eintrag von uns zu lesen.
Wir kommen allerdings erst Heute wieder dazu die Eindrücke der letzten Tage zusammen zu fassen, denn vorallem die letzten beiden Tage waren wir viel unterwegs.
| Pucon: Vulkan "Villarrica" Blick aus unserem Fenster |
Der 2. Tag in Pucon war dann auch wieder recht nass. Nur kam diesmal das Wasser nicht aus tiefschwarzen Wolken wie noch am ersten Tag, sondern wir haben uns in selbiges beim Canyoning gestürzt. Ganz in Neopren gehüllt haben wir uns in einen Wasserfall hinein abgeseilt und sind dann knapp 2 Stunden durch ein Flussbett eines Gebirgsflusses gelaufen, geschwommen, gesprungen, geglitten und wieder abgeseilt, was höllisch viel Spass gemacht hat. Ein kleines Video dazu gibt es hier zu sehen.
Danach wurde es dann aber so richtig spannend, standen ja noch ca. 1.000 Höhenmeter durch Schnee und Eis an, die es zu überwinden galt. Also ging es, bewaffnet mit Helm, Eispickel und einer Portion (Über)mut im Zickzackkurs hoch hinauf zum Krater des Vulkanes. Knapp 4 Stunden inkl. 4 kurzer Pausen dauerte die Tortour und die Anstrengungen, der vergossene Schweiss und die gefühlten 2 Liter Sonnenschutzcreme waren es Wert, denn neben der gigantischen Aussicht war es zum einen ein unheimliches, zum anderen ein einmaliges Gefühl auf einem Vulkan zu stehen und in einen Krater zu sehen. Leider war uns das Glück nicht vergönnt auch noch glühende Lava zu sehen, aber auch ohne diese war es spannend genug. Nach all den Strapazen hinauf zum Krater stand auf dem Weg zurück zur Talstation der Spass im Vordergrund. Ausgerüstet mit Wasserfester Oberbekleidung und “Snow-Gleitern“ (im Volksmund auch Po-Rutscher genannt) ging es in knapp 50 Minuten wieder hinunter zur Talstation des Liftes. Ein Höllenspass, auch wenn so manches Kleidungsstück nicht ganz so wasserfest war, wie anfangs vom Veranstalter propagiert. Da wir beide in unterschiedlichen Gruppen waren und uns nur kurz auf dem Krater begegnet sind, gibt es zum rutschigen Teil des Tages leider keine Bilder von uns. Wir bitten dies zu Entschuldigen ;-)
Abends ging es dann noch zur “Muskelkatervorbeugung“ in eine der Hot Springs (Termalbäder) in der Nähe von Pucon.
Heute werden wir noch etwas Ausspannen, bevor es dann Morgen um 11 Uhr Ortszeit weiter in den Süden des Landes geht. Ziel ist Ancud, einer kleinen Stadt auf der Isla Grande de Chiloé. Spätestens dann werden wir uns endgültig von unseren kurzen Hosen, Sonnenbrillen und Flip Flops verabschieden dürfen.
Bleibt gesund!
Ina y Carsten
Sonntag, 2. Januar 2011
Erdbeben in Chile
Aktualisierung (03.01.2011):
Sind gut in Pucon angekommen. Haben heute den ersten Tag Regen, ab Morgen soll es aber besser werden. Stürzen uns dann beim Canyoning in die Fluten.
Bleibt gesund.
Ina y Carsten
___
Hallo Zusammen,
haben gerade erfahren, dass es Heute wieder ein Erdbeben in Chile gab.
Wir haben davon hier in Valparaiso nichts mitbekommen, es geht uns also gut.
Unsere Reiseroute fuehrt uns heute Abend allerdings in etwa dort vorbei.
Wir werden uns melden, sobald wir in Pucon angekommen sind.
Liebe Gruesse
Ina y Carsten
Sind gut in Pucon angekommen. Haben heute den ersten Tag Regen, ab Morgen soll es aber besser werden. Stürzen uns dann beim Canyoning in die Fluten.
Bleibt gesund.
Ina y Carsten
___
Hallo Zusammen,
haben gerade erfahren, dass es Heute wieder ein Erdbeben in Chile gab.
Wir haben davon hier in Valparaiso nichts mitbekommen, es geht uns also gut.
Unsere Reiseroute fuehrt uns heute Abend allerdings in etwa dort vorbei.
Wir werden uns melden, sobald wir in Pucon angekommen sind.
Liebe Gruesse
Ina y Carsten
Samstag, 1. Januar 2011
Feliz Año Nuevo
Allen ein gesundes neues Jahr 2011.
Wir sind feuchtfröhlich mit einem 20 minütigen Dauerfeuerwerk ins neue Jahr gerutscht.
Bleibt Gesund!
Ina y Carsten
(Achtung: Lautstärke beim Video reduzieren)
Wir sind feuchtfröhlich mit einem 20 minütigen Dauerfeuerwerk ins neue Jahr gerutscht.
Bleibt Gesund!
Ina y Carsten
(Achtung: Lautstärke beim Video reduzieren)
Freitag, 31. Dezember 2010
Bergfest, Isla Negra, San Alfonso del Mar
Einen Tag, bevor das neue Jahr auf uns wartet, hatten wir Bergfest. Die Hälfte unserer Zeit hier in Chile ist also vorbei, was uns aber nicht weiter kümmert, denn die andere Hälfte liegt ja noch vor uns.
Unser Hostel in Valparaiso ist nicht so ganz wie wir es uns vorgestellt haben. Unser Zimmer ist soweit OK, Küche und Bad allerdings sind extrem gewöhnungsbedürftig.
Die Küche ist so klein und schmuddelig, dass wir recht schnell unseren aufgestellten Selbstversorgerspeiseplan umgestellt haben und doch nicht selbst kochen werden. Vor den Bädern, 2 an der Zahl, bilden die ca. 15 Hostelbewohner frühmorgens Schlangen und die Gesichtsausdrücke derer sind eine Mischung aus zu wenig Schlaf, enormen Blasendruck und dem Wunsch, dass die Vorderleute nicht so lange brauchen werden. Aber eigentlich lohnt der Zustand der Bäder nicht, sich an diesen anzustellen aber das Hochbeet im Hof zum verrichten des eigenen Geschäfts wird von einem Hund bewacht und gleichzeitig auch genutzt. Also alles nicht ganz so prickelnd.
Also versuchen wir auszuschlafen, der Schlange zu entgehen und lange unterwegs zu sein. Die ersten Zwei Tage haben wir uns hier in der Stadt rumgetrieben. Die zwar dreckig und laut ist, aber die vielen Hügel, über die sich die bunten, teils renovierten, teils halb verfallenen Häuser wie eine Decke legen, den alten klapprigen Standseilbahnen, die, soweit sie in Betrieb sind, helfen sollen einem den Weg auf die Hügel zu erleichtern und die vielen zum Grossteil recht kunstvollen Grafitties verleihen der Stadt einen ganz besonderen Flair. Die UNESCO sah das genauso und hat gleich mal die ganze Stadt unter Weltkulturerbe gestellt.
Gestern haben wir uns in den Bus gesetzt und sind nach Isla Negra gefahren, einem Ort der ca. 1 1/2 Stunden Busfahrt von Valpo entfernt liegt. Hier hatte der chilenische Poet, Nobelpreisträger und Volksheld Pablo Neruda eines seiner 3 Häuser. Alle 3 sind inzwischen zu Museen umfunktioniert und können besucht werden. Ein Besuch lohnt auf alle Fälle, denn es wurde versucht, alles so zu belassen, wie Neruda es eingerichtet hatte und so bekommt man immer das Gefühl, von Ihm auf ein oder auch zwei Glas Wein eingeladen worden zu sein, um über alte Zeiten zu plaudern. Also alles sehr lebendig, obwohl Neruda bereits 1973 gestorben ist.
Auf dem Rückweg haben wir dann einen Stopp in Algorrobo, einem eher unauffälligen Städtchen an der Küste, gemacht. Das Besondere an Algorrobo sind die mittlerweile 9 riessigen Appartmenthäuser an der Pazifikküste zu deren Füßen der grösste Süsswasserpool der Welt liegt. Über einen Kilometer ist dieser lang und in Summe über 8 Hektar gross. Mehrere Bootsanlegestellen inklusive. Alles nicht wirklich schön, aber beeindruckend. Leider war das Gelände hermetisch abgeriegelt, so dass es uns nicht vergönnt war in dem Pool ein paar "Runden" zu schwimmen. Auch die Sicherheitsleute waren nicht zu überzeugen. So blieb uns nur ein Blick über den Zaun.
Wir wünschen Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Drinkt nicht so viel und nehmt Euch auch nicht zu viel für 2011 vor.
Es grüssen Euch ganz lieb
Ina y Carsten
| Valparaiso: Wilde Hügelbauten |
Unser Hostel in Valparaiso ist nicht so ganz wie wir es uns vorgestellt haben. Unser Zimmer ist soweit OK, Küche und Bad allerdings sind extrem gewöhnungsbedürftig.
Die Küche ist so klein und schmuddelig, dass wir recht schnell unseren aufgestellten Selbstversorgerspeiseplan umgestellt haben und doch nicht selbst kochen werden. Vor den Bädern, 2 an der Zahl, bilden die ca. 15 Hostelbewohner frühmorgens Schlangen und die Gesichtsausdrücke derer sind eine Mischung aus zu wenig Schlaf, enormen Blasendruck und dem Wunsch, dass die Vorderleute nicht so lange brauchen werden. Aber eigentlich lohnt der Zustand der Bäder nicht, sich an diesen anzustellen aber das Hochbeet im Hof zum verrichten des eigenen Geschäfts wird von einem Hund bewacht und gleichzeitig auch genutzt. Also alles nicht ganz so prickelnd.
| Auf Entdeckungstour durch "Valpo" |
| Isla Negra: Pablo Nerudas Haus |
| Algorrobo: Über 1000 Meter Badespass |
Wir wünschen Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Drinkt nicht so viel und nehmt Euch auch nicht zu viel für 2011 vor.
Es grüssen Euch ganz lieb
Ina y Carsten
Mittwoch, 29. Dezember 2010
Adios MI Lodge
| Ausblick auf 2 Vulkane und einem Pool |
Ein wahrer Glückstreffer war Ina bei der Suche nach einer passenden Weihnachtsunterkunft gelungen. Vor einem halbem Jahr noch konnten wir uns nur an eine sehr gut und auskunftsreich gestaltete Homepage klammern, doch nach den nun 4 verbrachten Tagen im Valle Shangrila, ca. 80 km entfernt von Chillán im „kleinen Süden“, wissen wir wie richtig die Entscheidung war hierher zu kommen. Der erste Abend begann etwas mit gedrückter Stimmung, denn auf dem Weg in unser Domizil hatte man sich aus Carsten's Rucksack seiner wind- und wasserfesten Jacke bedient, die eigentlich noch in Padagonien ihren Dienst verrichten sollte. Dies muss in der Zeit, die zwischen Verladen der Rucksäcke und der tatsächlichen Abfahrt des klapprigen lokalen Überlandbusses lag, passiert sein. Zum Glück war es nur die Jacke, die den Besitzer wechselte. Dies war dann aber auch gleichzeitig der einzige Wehrmutstropfen unserer Reise hierher. Wir wurden in familiärer Atmosphäre bestens versorgt, auf 2 Wanderungen konnten wir die wunderschöne Landschaft geniessen und „unser“ belgisch-französischer Koch hat es jeden Abend geschafft, für einen kulinarischen Höhepunkt zu sorgen.
| Termas Chillan: Mühsamer Aufstieg |
| Restschnee des letzten Winters |
Die Hauptsaison hier ist der Winter. Dann liegt hier nicht nur in den Bergen ordentlich Schnee und macht die Gegend zu einem Skigebiet, das als Geheimtipp unter den Chilenen gehandelt wird. Wie das bei Geheimtipps so ist, sprechen diese sich allerdings schnell rum und so werden es Jahr für Jahr mehr, die die Pisten bevölkern. Und im Sommer? Da ist hier tote Hose. Wenn es am Rande des Skigebietes nicht ein grosses Casino gäbe, würden sich hierher wohl fast ausnahmslos ausländische Backpacker verirren. Aber wir waren nicht böse darüber, konnten wir doch so auch etwas von der Besinnlichkeit des Weihnachtsfestes verspüren, bevor wir Neujahr in der „Partyhöhle“ Valparaiso ganz in der Nähe von Santiago verbringen werden, wo wir gestern gut angekommen sind und Oliver und Fay wiedergesehen haben, die wir vor knapp 2 Wochen in Pan de Azucar kennengelernt hatten.
Heute werden wir erst einmal unsere Kopfschmerzen bekämpfen.
Bis die Tage
Ina y Carsten
Samstag, 25. Dezember 2010
Weihnachtsimpressionen...
Freitag, 24. Dezember 2010
Feliz Navidad
Wir sind gut in unserem Weihnachtsquartier angekommen und wünschen allen fleissigen Lesern, Freunden, Bekannten und ganz besonders unseren Familien ein frohes Weihnachtsfest.
Wir denken an Euch!
Hasta luego
Ina y Carsten
Wir denken an Euch!
Hasta luego
Ina y Carsten
Einmal Argentinien und zurück
Vor gut einer Woche hatte Ina die Idee, dass wir die 2 Tage, die wir nach unserem Mietwagentrip noch in Santiago Zeit hatten, bevor es in den Süden Richtung Chillan gehen sollte, doch dazu nutzen könnten, einen kleinen Ausflug über die Anden nach Mendoza in Argentinien zu unternehmen.
| Busfensterperspektive des Kurvenspektakel |
Ein solcher Trip dauert normalerweise ca. 6 ½ -7 Stunden, ca. 3 Stunden auf jeder Landesseite, der Rest ist der Grenzabfertigung vorbehalten. Von Santiago aus fuhren wir dabei erst einmal ca. 1 ½ Stunden durch mehr oder weniger flaches Land, bevor es dann im wahrsten Sinne des Wortes in den Berg hinein ging und der Dieselmotor unseres Busses zum ersten Mal so richtig was zu tun bekam. Das Sahnestück kam dann aber ca. eine halbe Stunde vor der Grenze. Mittels handgezählten 28 Serpentinen machten wir nonstop ordentlich Meter – Höhenmeter wohlgemerkt. Leitplanken? Fehlanzeige! Aber anstatt dem Himmel ein Stück näher gekommen zu sein, blieb der Abstand zu den Berggipfeln nahezu gleich. Diese waren jetzt immer öfter mit Schnee bedeckt.
Nach den Serpentinen ging es dann noch eine Weile seicht bergab, bevor wir die Grenze zu Argentinien erreichten. Die Grenzstation selber lag auf 2.800 Metern über dem Meeresspiegel, also fast Zugspitzenniveau. Die Grenzabfertigung lief halbwegs reibungslos ab. Man muss wissen, dass es verboten ist, jegliche Art von tierischen oder pflanzlichen Produkten ein- bzw. auszuführen. Wir haben nur nicht verstanden, weshalb der Busbegleiter kurz bevor das Handgepäck der Passagiere kontrolliert werden sollte, mit einem zum Klingelbeutel umfunktionierten Getränkebecher durch unsere Reihen ging und den Erlös sodann den argentinischen Grenzern überliess. Eine Entschädigung dafür, dass die Beamten auf Grund ihrer höhenbedingten abnormalen Blutwerte nie besserbezahlten Leistungssport betreiben dürften? Eine Antwort darauf haben wir nicht in Erfahrung bringen können. Jedenfalls wurde auf eine intensive Taschenkontrolle verzichtet. Dankbarkeit auf beiden Seiten machte sich breit.
Auf argentinischer Seite dann, unsere stolzen Blicke hatten sich gerade vom Einreisestempel in unserem Reisepass gelöst, sahen wir auch gleich dass, was man sonst nur in Hochglanz-reisebroschüren oder in Fussballvorberichterstattungen, kurz bevor Jogi 11 Halbmaradonnas abschlachten lässt, zu sehen bekommt. Ein Track von reitenden Andencowboys, die mit jeweils 1 PS unterm Hintern ihr Hab und Gut von A nach B brachten. Oder waren es doch nur Weihnachtsgeschenke? Schliesslich kann dieser weissbärtige, rotbemantelte Typ ja nicht alles selber machen. Ist ja aber auch egal, jedenfalls schien mobiles telefonieren am Zügel eines Pferdes nicht unter Strafe zu stehen.
Zu halbwegs vorgeschriebener Zeit in Mendoza angekommen, erschlugen uns nahezu 35 Grad Celscius, die wie eine Wand beim verlassen des Busses auf uns warteten. Das ist jetzt mitnichten ein Prahlhanssatz für alle schnee- und kältegeplagten in Europa. Es war im Vergleich zu unserer Reise durch die Wüste extrem warm und schwül. Mit Euch tauschen haben wir aber dennoch nicht gewollt.
Ein Hostel war schnell gefunden und nach etwas Schlenderei durch die Stadt, dem obligatorischen Steak bzw. vegetarischen Ravioli für Ina haben wir zurück im Hostel noch schnell den Tischtennis-länderpokal gegen Frankreich und Australien gewonnen und diesen mit einem Sprung in den nahezu badewannengrossen Pool gebührend gefeiert.
Am nächsten Tag sollte es eigentlich nur zurück nach Santiago gehen, was soweit alles auch klappte. Nur die Grenzkontrolle verlief diesmal etwas anders. Nein, auch diesmal gab es den Klingelbeutel, nur hatte dieser diesmal nichts beschleunigt, da in mindestens einem der Busse vor uns, als auch in unserem Bus selber Passagiere anscheinend Verbotenes bei sich hatten, dass sie zuvor nicht deklariert hatten (was ja wiederum auch blöd gewesen wäre). Zu allem Überfluss kam noch dazu, dass sich ein chilenischer „Minister für Irgendwas“ angekündigt hatte, was Zollbeamte, Drogenhunde, Reinemachpersonal und Kamerateams besonders motivierte und alle gründlichst ihren Jobs nachgingen. Nach 3 ½ Stunden Grenzposse hatte sich jedenfalls Carsten's Unruhepol wieder auf mitteleuropäisches Niveau verschoben.
Gekümmert hat es niemanden und Leistungssport ist für uns auch erst mal passe.
Liebe Grüße
Ina y Carsten
Dienstag, 21. Dezember 2010
5200 Kilometer...
...ungefaehr die Strecke Berlin - Tehran (hmm, wahrscheinlich erhalten wir jetzt mit diesem Vergleich einen Eintrag bei BND, CIA und VEVAK) liegen seit Heute hinter uns. Puenktlich wie die Maurer, oder eben die Deutschen, haben wir unseren mir rotem Wuestenstaub bedeckten "Chevy" wieder abgegeben und unser Hostal aufgesucht.
Vom Grossteil unserer Strecke hatten wir ja schon berichtet. Die letzten 3 Teilstuecke auf dem Weg zurueck nach Santiago waren dabei noch mal aufregend und erlebnisreich. Zuerst fuhren wir von Antofagasta in den Nationalpark "Pan de Azucar", der direkt am Pazifischen Ozean gelegen ist. Diesen hatten wir auf dem Hinweg links liegen gelassen, aber unser "Lonely Planet" hatte uns damals schon davon ueberzeugt, dort Halt zu machen. Und er sollte recht behalten.
Neben, fuer uns "Wuestenfuechse" (uups, dass 2. mal schon politisch nicht ganz korrekt) einzigartiger Vegetation bietet der Park traumhaft schoene Straende. Der bestellte Café in einer etwas runtergekommenen Strandbar stand noch nicht ganz auf dem Tisch, da kam ein Englaender auf uns zu, der nach Interes-senten fuer eine Bootstour suchte. Neben uns hatte er auch noch zwei weitere "Gringos" im Visir, wie sich schnell herausstellte Landsleute von Ihm.
Nachdem er einen Grossteil des Preises fuer das Boot zu bezahlen bereit war, wurden wir uns zusammen mit den anderen beiden Briten schnell handelseinig und wir 5 verabredeten uns fuer eine Stunde spaeter am selben Ort um in See zu stechen. Diese Zeit nutzten wir, um eine Unterkunft fuer die Nacht zu finden. Neben Camping, fuer das wir nun wahrlich nicht ausgeruestet waren und sind, kamen nur noch recht teure Strandhuetten in Frage. Mittlerweile haben wir uns beide aber einen "Was solls - wir haben Urlaub Gesichtsausdruck" antrainiert, der es uns auch nonverbal ermoeglicht, in bestimmten Momenten miteinander zu kommunizieren und es uns bei Besichtigung der Strandhuette schnell ermoeglichte, sich bezueglich der Belastung des Urlaubsbudgets einig zu werden. Denn Huette klingt etwas abschaetzig, es war mehr ein Haus, mit eigener Terasse und unverbauten Blick auf das etwa 100 Meter entferne Meer und der Isla Negra.
Aber zurueck zu unserem verrueckten Briten. Sein Name war Michael Turner und er hatte den Bootsfuehrer, von Kapitaen zu sprechen waere etwas zu viel des Guten, fest im Griff, was die Streckenfuehrung unserer Bootsreise betraf. Denn, was wir bis dahin nicht wussten, dass Ge- waesser in dem wir versuchten, nicht Schiffbruch zu erleiden hatte bereits vor geraumer Zeit einen anderen Seefahrer gesehen. Francis Drake, englischer Kapitaen und Freibeuter hatte dort geankert und unser Brite hatte es sich vor geraumer Zeit zur Aufgabe gemacht, alle Ankerstellen von Drake zu besuchen (was er sinnigerweise "draken" nannte) und darueber Buecher zu schreiben. Momentan arbeitet er an Band 4 seiner in "Drake´s Wake" Buchreihe. Die ersten 3 Baende koennt Ihr gern bei Amazon kaufen, falls Ihr Nachts nicht einschlafen koennt.
Jedenfalls nach einer Zweistuendigen Bootstour inklusive Freiluftseminar in denen es uns nicht-Drake-bewanderten erlaubt wurde, Pinguine, Seeloewen, Seeotter und Medusas (Quallen) zu beobachten, bedurfte es einer kleinen Notluege von Fay und Oliver, die beiden anderen Schiffsreisenden, um nicht den ganzen Abend auf Drakes Welle mitschwimmen zu muessen. Im Gegensatz dazu verabredeten wir uns mit Ihnen in unserem "Strandhaus" zu einem konspirativen -drakefreien- Treffen und haben mit den Essensresten, die wir alle noch uebrig hatten, lecker gekocht und bei einem Glas Wein, den Abend ausklingen lassen. Fay und Oliver haben wir dann am naechsten Tag noch ein Stueck mitgenommen und uns so gut verstanden, dass wir Sie ueberzeugen konnten uns zu Weihnachten wieder zu treffen. Wir sind weiter nach La Serena gefahren, wo wir eigentlich in einem Hostal reserviert hatten, jedoch hatten sie dort unsere Reservierung verpeilt und uns dann unweit nach Coquimbo geschickt. Dort fanden wir dann in einem Hostal Unterschlupf. Dieses Hostal alleine waere schon wieder eine Erzaehlung wert, aber Ihr muesst ja alle sicher wieder arbeiten gehen, oder seid gerade in der Arbeit, also ersparen wir Euch dies.
Von Coquimbo aus haben wir dann noch einen Abstecher in das "Valle de Elqui", der Toscana Chiles gemacht. Wiesen, Baeume und Weinberge brachten uns wieder bei, wie die Farbe Gruen aussieht. Auf dem Weg zurueck zur Panamaricana wollten wir eine Abkuerzung nehmen, die als eine etwas kleineren Strasse auf unserer Landkarte eingezeichnet war. Um es kurz zu machen: wenn Colin McRay noch leben wuerde, er waere stolz auf uns gewesen, wie wir 50 Kilometer mit einem handelsueblichen Kleinwagen, zwei geflickten Reifen und einer mehr als verzogenen Spurstange insgesamt 3 Berge und 3 Taeler ueberwunden haben. Ok an der Streckenzeit arbeiten wir noch (knapp 2 Stunden), aber dennoch waren es die wohl anstrengendsten und zu gleich spannendsten Kilometer unserer langjaehrigen Fahrerkarriere.
Damit wollen wir es fuer Heute auch belassen. Fuer Morgen haben wir uns eine Andenueberquerung nach Argentinien vorgenommen. Zielort ist Mendoza. Nix Wildes, nur 6 Stunden Busfahrt und am naechsten Tag auch gleich wieder zurueck nach Santiago, wo dann auch schon der Bus zu unserem Weihnachtsdomizil wartet.
Euch noch eine schoene Zeit.
Bis die Tage
Ina y Carsten
Vom Grossteil unserer Strecke hatten wir ja schon berichtet. Die letzten 3 Teilstuecke auf dem Weg zurueck nach Santiago waren dabei noch mal aufregend und erlebnisreich. Zuerst fuhren wir von Antofagasta in den Nationalpark "Pan de Azucar", der direkt am Pazifischen Ozean gelegen ist. Diesen hatten wir auf dem Hinweg links liegen gelassen, aber unser "Lonely Planet" hatte uns damals schon davon ueberzeugt, dort Halt zu machen. Und er sollte recht behalten.
Neben, fuer uns "Wuestenfuechse" (uups, dass 2. mal schon politisch nicht ganz korrekt) einzigartiger Vegetation bietet der Park traumhaft schoene Straende. Der bestellte Café in einer etwas runtergekommenen Strandbar stand noch nicht ganz auf dem Tisch, da kam ein Englaender auf uns zu, der nach Interes-senten fuer eine Bootstour suchte. Neben uns hatte er auch noch zwei weitere "Gringos" im Visir, wie sich schnell herausstellte Landsleute von Ihm.
| Michael Turner beim "draken" |
| Seeloewen bei der Stressbewaeltigung |
Von Coquimbo aus haben wir dann noch einen Abstecher in das "Valle de Elqui", der Toscana Chiles gemacht. Wiesen, Baeume und Weinberge brachten uns wieder bei, wie die Farbe Gruen aussieht. Auf dem Weg zurueck zur Panamaricana wollten wir eine Abkuerzung nehmen, die als eine etwas kleineren Strasse auf unserer Landkarte eingezeichnet war. Um es kurz zu machen: wenn Colin McRay noch leben wuerde, er waere stolz auf uns gewesen, wie wir 50 Kilometer mit einem handelsueblichen Kleinwagen, zwei geflickten Reifen und einer mehr als verzogenen Spurstange insgesamt 3 Berge und 3 Taeler ueberwunden haben. Ok an der Streckenzeit arbeiten wir noch (knapp 2 Stunden), aber dennoch waren es die wohl anstrengendsten und zu gleich spannendsten Kilometer unserer langjaehrigen Fahrerkarriere.
Damit wollen wir es fuer Heute auch belassen. Fuer Morgen haben wir uns eine Andenueberquerung nach Argentinien vorgenommen. Zielort ist Mendoza. Nix Wildes, nur 6 Stunden Busfahrt und am naechsten Tag auch gleich wieder zurueck nach Santiago, wo dann auch schon der Bus zu unserem Weihnachtsdomizil wartet.
Euch noch eine schoene Zeit.
Bis die Tage
Ina y Carsten
Donnerstag, 16. Dezember 2010
Buenos tardes
| San Pedro, 4:00 Morgens - Aufbruch zum El Tatio |
Nach 2 erlebnisreichen Tagen in San Pedro ist es wieder Zeit für eine kleine Zusammenfassung der Geschehnisse.
| Sonnenuntergang im Valle de Luna |
San Pedro ist ein Dorf voller Touristen und wohl auch einer der wenigen Orte in Chile, an dem 12 Monate im Jahr Saison ist. Wer hier seine Chile-Rundreise beginnen würde, könnte auch den Glauben gewinnen, dass so wie hier alle Dörfer in Chile/Südamerika aussehen. Die Aussenaufnahmen der chilenischen Ausgabe des “Bergdoktors“ würden auf jeden Fall hier gedreht werden.
| Die ersten Sonnenstrahlen auf 4300m Höhe |
Aber damit auch schon genug der Kritik. Wir haben die 1 ½ Tage hier genutzt, um uns das wunderschöne Valle de Luna mit samt Sonnenuntergang anzuschauen, auf 4300 Metern dem frühmorgendlichen und im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubenden Schauspiel der Geysire des El Tatio samt Sonnenaufgang beizuwohnen, auf den Hochebenen der Anden nun endlich unsere ersten Lamas und Vicuñas zu sehen und um Flamingos zu
beobachten, die ausdauernd ihre Köpfe in lauwarmes Salzwasser tauchten. Heute steht alleredings bis auf die Fahrt nach Antofagasta nichts weiter an. Aber auch darüber werden wir vielleicht noch berichten ;-)
Gehabt Euch wohl.
Saludos, Ina y Carsten
| El Tatio Geysire auf dem höchstgelegenen Geysirfeld der Welt |
| Neben Lamas, Vicuñas gab es auch andere possierliche Tiere zu beobachten |
| Wahnsinn!!! 2 mal der selbe Gesichtsausdruck |
| Anden Hochebene - mit "Blick" auf die bolivianische Grenze... |
Mittwoch, 15. Dezember 2010
Wie doch die Zeit vergeht
Nun sind wir fast schon 14 Tage in Chile unterwegs, davon eine Woche mit dem Auto, welches uns bisher tapfer ca. 2500 Kilometer über Stock und Stein gefahren hat. Am Sonntag Morgen, auf dem Weg nach Arica, unserer letzten Station im Norden des Landes, hatte es sich dann aber doch eine kleine Auszeit genommen.
Als wir von Iquique aus losfahren wollten bemerkten wir, dass der Vorderreifen der Fahrerseite fast platt war. Als Deutscher ist man es ja gewohnt, dafür an eine Tankstelle zu fahren, um dort Luft aufzupumpen. Nach insgesamt 4 Tankstellen wussten wir, dass dieser “Brauch“ hier so nicht gelebt wird. Also sind wir kreuz und quer durch die Stadt “geeiert“ um Hilfe zu suchen. Irgendwann haben wir dann so etwas wie einen Reifendienst gefunden, der auch Sonntags arbeiten wollte. Schnell hatte der routinierte Servicedienstmitarbeiter festgestellt, dass wir uns eine Schraube in den Reifen gefahren hatten. Also wurde unser “Chevy Corsa“ aufgebockt, der Reifen abmontiert und geflickt. In der Zwischenzeit hat Ina dann mit Ihrer Erfahrung als Dauerpraktikantin bei einer Autovermietung bemerkt, dass sich im 2. Vorderreifen ein Nagel befand. Also haben wir unseren Aufenthalt bei der Werkstatt spontan verlängert und der Reifenexperte, der augenscheinlich auch gleich in der Werkstatt wohnte, hatte gut was zu tun. In der Zwischenzeit gesellte sich dessen Chef und noch ein weiterer Halbzahnloser zu uns. So wurde uns zumindestens nicht langweilig. Nicht zum ersten Mal haben wir dabei in den sich zwangsläufig ergebenden Gesprächen festgestellt, dass wohl so einige hier genau 2 Dinge mit Deutschland verbinden. Nämlich Bier und Adi, den Möchtegernkunststudenten aus Braunau. Da reckt dann plötzlich auch ein chilenischer Erzkommunist mal ganz schnell den rechten Arm zum Gruß Richtung sonntäglicher Morgensonne und artikuliert dabei seine Deutschkenntnisse. Leider fehlt uns für einen nachhaltigen Aufklärungsunterricht noch immer das nötige Vokabular, so dass wir dies mehr oder weniger über uns ergehen lassen müssen. Jedenfalls haben uns die 2 geflickten Reifen plus Sonntagszuschlag 3000 Pesos gekostet, was so um die 4,50 Euro sind. Da wir nicht wussten, was Wucher auf spanisch heisst, haben wir bezahlt, uns verabschiedet (diesmal blieb der Arm unserer Werkstattbekanntschaft unten) und haben uns auf den Weg nach Arica gemacht.
Dort angekommen, sind wir auf gut Glück zu einem Hostel gefahren, was auch noch Platz für uns hatte. Nach einer Partie Tischtennis waren wir am späten Nachmittag noch am Strand, für ein Bad im Pazifik war uns dieser aber immer noch zu kalt. Wir haben uns dann doch mehr auf das Beobachten der chilenischen Badekultur konzentriert, uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und den Abend mit Chiles Nationalgetränk „Pisco Sour“ ausklingen lassen und den Sonnenuntergang genossen.
Am nächsten Tag auf dem Weg zurück nach Iquique und einer für uns glimpflich verlaufende Polizeikontrolle (zum Glück war die Bierdose nur in der Hand der Beifahrerin und der Fahrer hatte natürlich nichts getrunken) haben wir dann noch Halt in Humberstone & Santa Laura gemacht.
Dort kann man ein verlassenes Dorf besichtigen, dass gut 3000 Arbeiter einer der letzten noch in Betrieb gewesenen Salpeterfabrik beherbergte. Die meiste Hütten wurden im späten 19. Jahrhundert aus Blech errichtet und die seit nunmehr 50 Jahren unbewohnt vor sich hin rosten und sich damit farblich perfekt der rotbraunen Wüsten-landschaft angepasst haben.
In den nahegelegenen Fabrikgebäuden roch es wie früher in den Chemie-räumen unserer Schulen und die Geräuschkulisse von losen Blechteilen, die sich im Wüstenwind hin- und her bogen war gespenstig. In unserem Reiseführer steht dazu passend: „ Es ist wie ein Spaziergang durch den realen Traum eines Schlafwandlers“.
Das Ganze ist dann auch noch UNESCO Weltkulturerbe. Dieses Erbe ist auf alle Fälle nicht durch einen unsäglichen Brückenbau gefährdet, wird dafür aber irgendwann einmal einfach weggerostet sein.
Wir sind nun auf dem Weg nach San Pedro de Atacama, wo wir wieder 2 Tage Aufenthalt haben werden und hoffentlich das mit 4300 Metern höchstgelegene Geysirfeld der Welt sehen und zum ersten Mal unsere Winterausrüstung benötigen werden. Doch dazu beim nächsten Mal mehr.
Damit einen Lieben Gruß nach Deutschland und in all die anderen Länder, wo man uns liest.
Saludos
Ina y Carsten
Dort angekommen, sind wir auf gut Glück zu einem Hostel gefahren, was auch noch Platz für uns hatte. Nach einer Partie Tischtennis waren wir am späten Nachmittag noch am Strand, für ein Bad im Pazifik war uns dieser aber immer noch zu kalt. Wir haben uns dann doch mehr auf das Beobachten der chilenischen Badekultur konzentriert, uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und den Abend mit Chiles Nationalgetränk „Pisco Sour“ ausklingen lassen und den Sonnenuntergang genossen.
Am nächsten Tag auf dem Weg zurück nach Iquique und einer für uns glimpflich verlaufende Polizeikontrolle (zum Glück war die Bierdose nur in der Hand der Beifahrerin und der Fahrer hatte natürlich nichts getrunken) haben wir dann noch Halt in Humberstone & Santa Laura gemacht.
Dort kann man ein verlassenes Dorf besichtigen, dass gut 3000 Arbeiter einer der letzten noch in Betrieb gewesenen Salpeterfabrik beherbergte. Die meiste Hütten wurden im späten 19. Jahrhundert aus Blech errichtet und die seit nunmehr 50 Jahren unbewohnt vor sich hin rosten und sich damit farblich perfekt der rotbraunen Wüsten-landschaft angepasst haben.
In den nahegelegenen Fabrikgebäuden roch es wie früher in den Chemie-räumen unserer Schulen und die Geräuschkulisse von losen Blechteilen, die sich im Wüstenwind hin- und her bogen war gespenstig. In unserem Reiseführer steht dazu passend: „ Es ist wie ein Spaziergang durch den realen Traum eines Schlafwandlers“.
Das Ganze ist dann auch noch UNESCO Weltkulturerbe. Dieses Erbe ist auf alle Fälle nicht durch einen unsäglichen Brückenbau gefährdet, wird dafür aber irgendwann einmal einfach weggerostet sein.
Wir sind nun auf dem Weg nach San Pedro de Atacama, wo wir wieder 2 Tage Aufenthalt haben werden und hoffentlich das mit 4300 Metern höchstgelegene Geysirfeld der Welt sehen und zum ersten Mal unsere Winterausrüstung benötigen werden. Doch dazu beim nächsten Mal mehr.
Damit einen Lieben Gruß nach Deutschland und in all die anderen Länder, wo man uns liest.
Saludos
Ina y Carsten
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